Brustvergrößerung mit Eigenfett-Einlagerung

Brustvergrößerung mit Eigenfett-Einlagerung

Bereits seit den 80 Jahren wird in der ästhetischen Chirurgie von einer Brustvergrößerung durch eine Einfügung von Eigenfett abgesehen. Es gilt auch als Tabu in Fachkreisen. Ursache für die ablehnende Haltung sind Erfahrungen mit dieser Methode: In früheren Operationen sind eingefügte Gewebeteile abgestorben und haben zu verhärteten Stellen geführt. Diese Verhärtungen konnten bei Mammographien leicht mit Tumoren verwechselt werden. Die Ergebnisse der Brustformung durch Eigenfetteinlagerung waren sehr unbefriedigend und für die Frauen oft katastrophal.

Neuerdings wollen Ärzte in Japan diese Brustvergrößerung Methode mit einer Beimischung aus körpereigenen Stammzellen verbessern. Diese Methode ist neu und wenig erprobt. Grundsätzlich ist die Idee, aus körpereigenen Stammzellen neues Gewebe zu züchten nicht neu. Fundierte Forschung für den Bereich der Brustvergrößerung gibt es aber zum derzeitigen zeitpunkt noch nicht.

Ergebnisse in der Stammzellenforschung

Ergebnisse in der Stammzellenforschung

Die Ergebnisse in der Stammzellenforschung sind sehr spezifisch. Für einen Behandlungszweck gewonnene Einsichten lassen sich nicht ohne weiteres auf andere Anwendungen wie die Brustvergrößerung übertragen. Der Forschungsaufwand ist somit enorm hoch.

Dennoch ist die Entwicklung des neuen Verfahrens zur Brustvergrößerung mit großen Hoffnungen verbunden. Denn viele Patientinnen wünschen sich zwar einen größeren Busen, schrecken jedoch vor einem künstlichen Implantat zurück. Die Eigenfetteinlagerung ist bisher die einzige Methode, die ohne Silikongel oder ähnliches auskommen könnte. In Zukunft soll die Beimischung der Stammzellen dafür sorgen, dass sich die neuen Fettzellen selbstständig vermehren und sich ausreichend neue Blutgefäße bilden können. Damit wäre eine möglichst natürliche Gewebsstruktur zu erreichen. Insbesondere soll so das Absterben des verpflanzten Fettgewebes verhütet werden. Mit Verhärtungen des neuen Brustgewebes müsste die Patientin dann nicht mehr rechnen.

Das Ziel der Stammzellenforschung zu kosmetischen Zwecken muss sein, die fatalen Folgen der früheren Eigenfettbehandlung für die Patientin weitgehend auszuschließen. Die Forscher sind sich beim derzeitigen Stand nicht einig, ob die Methode bereits reif genug ist um am Menschen angewendet zu werden oder ob weitere Testreihen benötigt werden. Zunächst bleibt der Traum vom großen, natürlich geformten Busen ohne synthetisches Implantat also unerfüllt. In jedem Fall wird es noch einige Zeit dauern, bis eine verlässliche Operationsmethode für Schönheitskorrekturen mit Eigenfett vorliegt. Aber auch dann gilt, dass sich die Langzeitfolgen des Eingriffs für die Patientinnen nicht vollkommen sicher abzuschätzen sind. Die Unbedenklichkeit der Methode wird sich erst noch in der Praxis beweisen müssen.