Silikon Brustimplantate
Silikonbrustimplantate für die Brustvergrößerung
Silikonbrustimplantate werden in der Medizin seit über 40 Jahren eingesetzt. Silikon umfaßt vom Material her eine Gruppe chemischer Verbindungen, welche hauptsächlich aus den natürlich vorkommenden Element Silizium besteht, das in Sand, Quarz und Steinen zu finden ist. In chemischer Verbindung mit Sauerstoff, Kohlenstoff und Wasserstoff wird Silizium zum Silikon. Silikon ist heute das am längsten angewandte sowie auf Komplikationen und Nebenwirkungen getestete Material bei Brustimplantaten.
In wissenschaftlichen Studien zu Silikonpräparaten wurde im letzten Jahrzehnt festgestellt, daß Silikonimplantate nicht kanzerogen wirken, keine Autoimmunerkrankungen / Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises begünstigen und auch nicht systemische Erkrankungen verursachen. Zu den speziellen Risiken und Nebenwirkungen eines Brustimplantats, welche in seltenen Fällen auftreten können, zählen u.a. die Verhärtung der Brust, die Veränderung der Lage und Form des Implantats, die Verformung der Brust bei Armbewegungen, das Austreten von Silikongel aus dem Implantat (u.a. bei älteren Implantaten) und eine fibröse Kapselbildung um das Silikon Brustimplantat als physiologische Fremdkörperreaktion.
Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten
Brustoperationen mit Silikonimplantaten
Für die Implantation von Silikonimplantaten spricht der geringe operative Aufwand, die niedrige Komplikationsrate, die zunehmend besseren Möglichkeiten der Formgestaltung der Brust, die bessere biologische Kompatibilität durch Verwendung moderner Silikonmaterialien wie kohäsives Silikongel oder hochkohäsives Silikongel. Moderne kohäsive Implantatfüllmaterialien werden heute u.a. eingesetzt, um die Gefahr des Auslaufens von Silikongels vor allem bei älteren Implantaten zu minimieren bzw. auszuschließen. Plastische Brustoperationen mit Silikonimplantaten gehören zu den häufigsten ausgeführten plastischen Operationen. Hauptgründe für plastische Operationen sind u.a. kosmetische Operationen (die Formgestaltung der Brust, die Vergrößerung der Brust) und Operationen der Brust bei Unfallpatienten und Patienten mit Krebserkrankungen.
Es stehen verschiedene Arten von Implantaten zur Verfügung, die ganz oder teilweise aus Silikon bestehen. Das Implantat besteht aus einer glatten Silikonhülle, einer strukturierten Silikonhülle oder aus einer polyurethanbeschichteten Hülle, die mit Silikon gefüllt ist. Das Implantat wird chirurgisch vor bzw. hinter dem Brustmuskel in eine Tasche eingesetzt. Bei Implantationen können in seltenen Fällen in Verbindung mit der Operation auch Schäden auftreten. Hierzu gehören u.a. größere Blutungen während oder nach der Operation, Lagerungsschäden (Druckschäden an Nerven, Sensibilitätsschäden), Haut- und Gewebeschäden, örtliche Infektionen, Hautverfärbungen (Keloide). Die Preise für Brustoperationen mit Silikonimplantaten schwanken im Bereich der plastischen Chirugie in der BRD, Europa und in den USA erheblich und können nicht pauschal festgelegt werden. Der Kostenplan für eine Brustoperation kann erst nach ausführlicher Beratung und Untersuchung individuell erstellt werden. Die Kosten für ausschließliche Schönheitsoperationen tragen die Krankenkassen in der Regel nicht, die Patienten müssen die Operation selbst bezahlen.
